... hat mit beliebten Diskussionsthemen nur am Rande zu tun.
Ein Exkurs.

Nur eine Standardsoftware, so sagen viele Softwareanbieter, sichere ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Richtig ist sicher, dass eine Software billiger sein kann, wenn man sie oft verkauft. Das „oft“ gefällt dem potentiellen Kunden weniger, möchte er doch Vorteile ziehen aus seiner Investition: „Wenn diese Software nun alle haben, wo bleibt dann mein Wettbewerbsvorteil?“

Weil die Unternehmen aber verschieden sind, beeilt sich der Softwarehersteller nachzuschieben, müsse sie auch „flexibel“, also konfigurierbar sein. Das leuchtet ein. Es leuchtet aber auch ein, dass eine Software, die in fast jeder Weise konfigurierbar ist, nur sehr aufwendig herzustellen ist. Schließlich vertreibt der weltgrößte Softwarehersteller u.a. ein Textverarbeitungsprogramm und ein Tabellenkalkulationsprogramm. Wir vermuten, es wäre gar nicht einfach, beide in ein Programm zu stopfen.

Aber mit ihrer Buchhaltung, dem Einkauf und der Produktionsplanung soll das gehen!

Und mancher Anwender der besagten Textverarbeitung denkt an dieser Stelle daran, dass solch flexible Software nicht nur dem Hersteller, sondern auch dem Anwender beträchtliche Mühen auferlegt. Und er erinnert sich, dass das „einfache Konfigurieren“ manchmal ganz schnell ganz schwierig wird.

IT-Strategie ...

Bei diesem Thema gestatten
Sie uns bitte ein wenig
Polemik ...

  
... treibt im Internet seltsame Blüten. Strategie ist, lehrt uns das DUDEN-Fremdwörterbuch „ein genauer Plan des eigenen Vorgehens, der dazu dient, ein … wirtschaftliches o.ä. Ziel zu erreichen, u. in den man diejenigen Faktoren, die in die eigene Aktion hineinspielen könnten, von vornherein einzukalkulieren versucht“.

Bei vielen Überlegungen, die man auch im Internet nachlesen kann, werden Sie zu dem wesentlichen Wort „Ziel“ in diesem

  
Duden-Satz wenig finden – auch auf den meisten teuer aussehenden Seiten. Gemeinhin werden eher schon Lebens-weisheiten „alles einfach halten“ geboten oder „komplexe“ Methoden.

Wir lasen sogar geradezu bekennende Aussagen wie „Deshalb ist es schwierig, eine IS/IT-Strategie vollständig umzusetzen, bevor sie schon wieder überholt ist.“, was wohl irgendwie zur Definition nicht kompatibel ist.

 
 
... und einen
gewissen Hang
zum Pragmatismus.


IT-Strategie ...

 
... ist machbar und nützlich. Finden wir. Eine IT-Strategie bildet die geschäftlichen Ziele auf IT-Ziele ab. Dazu werden Anforderungen der Ist-Situation gegenübergestellt. Wenn man weiß, wo man hin will (bzw. muss) und wo man herkommt, legt die IT-Strategie den Weg zur Erreichung der Ziele fest.

Als Ziele akzeptiert man zweckmäßiger Weise nur solche, deren Erreichung messbar ist. Im Sinne des integrierten Risikomanagement sind selbstverständlich auch Risiken zu berücksichtigen und strategisch zu kontrollieren.

Es bietet es sich an, dieselben Kategorien wie in der Ist-Analyse (s.Check-Up) zu verwenden. Wir halten dies aber nicht für die wesentliche Frage im Zusammenhang der Strategie.

Anmerkung: Mit landläufiger EDV hat das Ganze zunächst nur teilweise zu tun. Da man top-down vorgeht, ist z.B. konkrete Produktkenntnis erst in einem späten Stadium erforderlich. Im Vordergrund stehen betriebswirtschaftliches Know-how und die Kenntnis von Management-Methoden. Und – Erfahrung hilft.

Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Kirchhoff (IT-Strategie@GIRM.de)